Alles Wissenswerte über Heizkörperthermostate

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Das Heizkörperthermostat hilft beim richtigen Heizen und damit beim Sparen von Energie und Kosten. Lesen Sie hier alles, was Sie über Heizkörperthermostate wissen müssen.

Richtig heizen, Heizkosten sparenDank der Heizkörperthermostate und ihrer Fühlerelemente können eingestellte Raumtemperaturen gehalten und Temperaturen in jedem einzelnen Raum individuell geregelt werden. So heizt die Heizung nicht weiter, wenn die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist und nicht jeder Raum wird gleich stark beheizt. So helfen Heizkörperthermostate beim richtigen Heizen und Energie sparen.

Funktionsweise der Heizkörperthermostate

Wichtigstes Element für die Funktionsweise des Heizkörperthermostats ist der Temperaturfühler. Dieser misst laufend die Raumtemperatur und regelt dementsprechend den Heizwasserdurchfluss des Heizkörpers. Sinkt die Raumtemperatur, z.B. weil man kurz lüftet, wird dies vom Thermostat registriert und es lässt mehr Heizwasser zufließen. Der Raum wird wieder auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt. Steigt hingegen die Raumtemperatur, z.B. weil die Sonne ins Fenster scheint und die Raumluft so mit erwärmt, misst das Thermostat auch dies und drosselt entsprechend den Zufluss des Heizwassers. So wird der Raum nur dann beheizt, wenn es wirklich nötig ist. Das spart Energie und senkt die Heizkosten. Wichtig für die einwandfreie Funktion der Heizkörperthermostate ist allerdings, dass sie nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden, denn sonst entsteht hier ein Wärmestau. Und in diesem würde der Temperaturfühler dann schon die eingestellte Temperatur registrieren und den Heizwasserdurchfluss stoppen, bevor der Raum warm ist.

Arten von Heizkörperthermostaten

Es gibt mittlerweile drei Arten von Heizkörperthermostaten. Die klassischen Heizkörperthermostate sind die herkömmlichen Drehregler mit Zahlenaufdrucken, die wohl die meisten Menschen in ihrer Wohnung haben. Die Bedienung von Hand ist einfach, jedoch muss man ggf. eben auch selbst nachregulieren. Eine modernere Form sind programmierbare Heizkörperthermostate. Hier lassen sich verschiedene Einstellungen schon im Voraus planen und werden daraufhin automatisch reguliert. Einen Schritt weiter gehen dann noch die programmierbaren Thermostate mit Fernzugriff. Sie werden Zuhause mit dem WLAN-Router verbunden und können dann von unterwegs aus per Smartphone-App gesteuert werden.

Klassische Heizkörperthermostate

Die konventionellen Thermostatventile besitzen für gewöhnlich fünf bis sechs Einstellungen. Gängig sind Zahlen von 1 bis 4 sowie ein Sternchen-Symbol, manchmal sind auch noch 0 und 5 dabei. Die Zahlen von 1 bis 4 oder 5 stehen für Temperaturstufen und dienen als Orientierung für die Raumtemperatur. Die mittlere Stellung auf 3 entspricht einer Wunschtemperatur von etwa 20°C, jede Stufe darunter oder darüber bedeutet eine Senkung oder Erhöhung um ca. 4°C.

Heizkörperthermostat Temperaturstufen

Das Sternchen auf dem Heizkörperthermostat soll einen Eiskristall symbolisieren und steht für die Frostschutz-Einstellung. Dabei bleibt die Heizung kalt. Sollte die Raumtemperatur jedoch einmal unter 8 bis 6°C fallen, erwärmt sie sich, um Frostschäden vorzubeugen. Ist zudem eine Null einstellbar, lässt sich damit die Schwelle für den Frostschutz absenken. Das ist z.B. dann nützlich, wenn man im Winter mit offenem Fenster schläft. So geht die Heizung in der Nacht nicht ungewollt an und das spart Energie.

Programmierbare Heizkörperthermostate

Programmierbare Thermostate bieten mehr Möglichkeiten als die klassischen Drehregler. Mit ihnen kann die Temperatur für jeden Raum gradgenau eingestellt werden, nicht mehr nur in Form einer Temperaturstufe. Darüber hinaus lassen sich hier auch besondere Schaltzeiten und Modi einstellen. So kann man bspw. programmieren, wann welcher Heizkörper anfangen und aufhören soll zu heizen und z.B. morgens gleich in ein warmes Badezimmer kommen oder Energiesparen, wenn man außer Haus ist. Mit einer „Fenster-auf-Erkennung“ heizt das Thermostat nicht gleich extrem auf und mit einem Urlaubsmodus setzt es die sonst zum Alltag eingestellten Heizrhythmen für einige Tage ganz aus. Insgesamt können programmierbare Heizkörperthermostate so ein deutliches Plus an Komfort und Ersparnis einbringen. Da Veränderungen im Heizprofil trotzdem noch immer manuell am Thermostat vorgenommen werden müssen, eignen sich die programmierbaren Modelle vor allem für jene, die stets einen relativ geregelten Tagesablauf haben. Bei eher unregelmäßigen Abläufen empfiehlt sich ein Thermostat mit Fernzugriff noch mehr.

Programmierbares Thermostat

Fernsteuerbare Heizkörperthermostate

Fernsteuerbare Heizkörperthermostate haben im Grunde dieselben Funktionen wie programmierbare Thermostate, aber eben mit der zusätzlichen Möglichkeit, sie auch aus der Ferne bedienen zu können. Fest programmierte Heizrhythmen lassen sich so auch spontan ändern. Die intelligente Heizungssteuerung von unterwegs funktioniert über WLAN oder Bluetooth und per App auf dem Smartphone oder Tablet. Und das laut Stiftung Warentest zuverlässig und leicht verständlich. So kann man selbst dann optimal Heizen und Energie sparen, wenn der Tagesablauf nur schwer planbar ist. Mit dem Fernzugriff per App lässt sich auch das rechtzeitige Vorheizen perfekt managen, sodass man immer in eine angenehm vorgewärmte Wohnung kommt.

Raumthermostate

Als vierte Art von Heizkörperthermostaten, aber doch etwas außer der Reihe, sind Raumthermostate zu erwähnen. Bei diesen wird die Temperatur nicht mehr am Heizungsknauf gemessen und eingestellt. Sie werden an der Wand montiert und messen die Raumtemperatur so oft genauer. Auch die Regulierung der Temperatur wird hier am Raumthermostat selbst und nicht mehr direkt an der Heizung vorgenommen. Wie die Heizkörperthermostate gibt es auch Raumthermostate in verschiedenen Ausführungen. Hier sind mechanische und elektronische Einzelraumregler bis hin zu programmierbaren und fernbedienbaren Raumthermostaten für die gezielte, zentrale Steuerung mehrerer Heizkörperthermostate.

Raumthermostat

Das passende Heizkörperthermostat auswählen

Welche Art Heizkörperthermostat am besten zu Ihnen passt, ist gar nicht so schwer herauszufinden. Klassische Drehregler sind vollkommen ausreichend für alle, die viel zu Hause sind und selbst nachregulieren können. Programmierbare Heizkörperthermostate eignen sich bestens, wenn die Abwesenheitszeiten im Alltag regelmäßig und gut planbar sind. Fernbedienbare Heizkörperthermostate sind die optimale Lösung, wenn es keinen geregelten Tagesablauf gibt und die An- und Abwesenheit oft variiert. Hilfe bei der Wahl eines passenden Modells jeder Kategorie finden Sie im Heizkörperthermostate-Test.

Bedienungs- und Energiespartipps

Wie bereits beschrieben helfen die heutigen Heizkörperthermostate allein schon beim Energie sparen, ganz gleich ob klassisches oder elektronisches Modell. Mit ein paar Bedienungstipps können Sie aber noch etwas mehr herausholen.

Thermostat voll aufdrehen bringt nichts

Insbesondere für die herkömmlichen Drehregler-Thermostate gilt, dass volles Aufdrehen auf Stufe 4 oder 5 nichts bringt, wenn es um Schnelligkeit geht. Sprich der Raum erreicht nicht schneller die gewünschte Temperatur von bspw. 20°C, als wenn man „nur“ die passende Stufe 3 einstellt. Wie das obige Bild zeigt, wird es stattdessen sehr viel wärmer als eigentlich gewollt. Dadurch kann zwar der Eindruck entstehen, es würde schneller warm werden, aber das ist lediglich ein Trugschluss. Die gewünschte Temperatur wird mit jeder Stufe gleich schnell erreicht. Mit einer höheren Stufe aber wird danach noch weiter geheizt und Energie verschwendet. Mit der richtigen Einstellung dagegen hält die Heizung den Raum nach Erreichen der Wunschtemperatur energiesparend konstant warm.

Thermostat bei längerer Abwesenheit herunterdrehen

An der Frage, ob es sich lohnt, die Heizung bei längerer Abwesenheit herunterzudrehen, scheiden sich oft die Geister. Einige meinen, die gesparte Energie würde für das anschließende Wiederaufheizen auch wieder verbraucht werden. Andere dagegen sind überzeugt vom Spareffekt. Der Stiftung Warentest zufolge lassen sich durch das vorübergehende Absenken der Raumtemperatur tatsächlich etwa 5 bis 8% Energie sparen.

Dabei kommt es allerdings auf zwei Faktoren an: 1. Je größer der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur, desto mehr Wärme geht durch Mauern und Fenster verloren. Entsprechend lassen sich mehr Heizkosten sparen, desto geringer der Temperaturunterschied. Je länger es innerhalb der Wohnung also kühler bleibt, desto mehr spart man. Und 2. Je schlechter das Haus gedämmt ist, desto größer ist das Sparpotenzial, denn bei schlechter Dämmung geht logischerweise sehr viel mehr Wärme verloren als bei guter Dämmung.

Beim Einlegen von Heizpausen zum Energiesparen sollte jedoch eines bedacht werden: Sinkt die Temperatur zu sehr ab, steigt das Schimmelrisiko. Die Heizung also besser nicht ganz abstellen, sondern nur auf Stufe 2 bzw. auf etwa 16°C herunterdrehen.

Rechtzeitig vorheizen

Wie o.g. lohnt es sich besonders in schlecht gedämmten Häusern, die Heizung bei längerer Abwesenheit etwas zu drosseln. Doch so schnell wie die Raumtemperatur hier durch den Wärmeverlust fällt, so lange braucht es auch, die Wohnung wieder warm zu bekommen. Damit man z.B. nach der Arbeit nicht in ein kaltes Heim kommt, ist es hier also empfehlenswert rechtzeitig vorzuheizen. Mit einem klassischen Drehregler-Thermostat ist das aber natürlich nicht möglich. Hier lohnen sich daher programmierbare oder fernsteuerbare Heizkörperthermostate besonders, sodass die Heizung schon einige Zeit vorher wieder für angenehme Wärme sorgen kann.

Alte oder kaputte Heizkörperthermostate austauschen

Veraltete Thermostatventile reagieren oft nur noch bedingt bis gar nicht mehr auf Temperaturschwankungen. Das kann zu Energieverschwendung und überhöhten Heizkosten führen. Durch den Austausch alter Heizkörperthermostate gegen neue Modelle, ganz gleich ob klassisch oder elektronisch, lässt sich bis zu 10% Heizenergie sparen. Spätestens nach 15 Jahren sollten Thermostate einmal erneuert werden. Wenn sich das Heizkörperthermostat nur noch schwer bewegen lässt oder die Heizung nicht mehr richtig auf Einstellungen reagiert, sind das Zeichen für einen Defekt oder Verschleiß. Dann sollte es selbstverständlich schon früher gewechselt werden.

Wenn Mieter die Heizkörperthermostate in ihrer Wohnung auf eigene Kosten tauschen möchten, müssen sie den Vermieter übrigens nicht vorher um Erlaubnis fragen oder informieren. Sie sollten allerdings die alten Thermostate aufbewahren, da sie zur Wohnung gehören und somit Eigentum des Vermieters bleiben.

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