Förderung

Finanzielle Unterstützung bei der energetischen Sanierung: Die Förderprogramme der KfW

Die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen bedarf in den meisten Fällen hoher Investitionssummen, um das Ziel in Form eines deutlich geringeren Energieverbrauchs zu erreichen. Viele Hauseigentümer schrecken jedoch vor diesen Summen zurück und verschieben die Maßnahmen so weit es geht in die Zukunft. Deren Notwendigkeit im Hinblick auf die Energiewende hat die Bundesregierung dazu veranlasst, höhere Fördersummen freizugeben, mit denen Eigenheimbesitzer bei ihren Vorhaben unterstützt werden sollen. Als Ansprechpartner dient Ihnen dabei die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die hierfür eine Reihe an Förderprogrammen anbietet. Welche dieser Programme dafür infrage kommen und unter welchen Umständen Sie diese in Anspruch nehmen können, soll im Folgenden erläutert werden.

Programm 151: Energieeffizient Sanieren

Mit dem Programm 151 fördert die KfW die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Darunter fallen typischerweise alle Maßnahmen, mit denen das Gebäude auf einen KfW-Effizienzhaus-Standard gebracht werden kann. Förderfähig sind aber auch einzelne Maßnahmen wie beispielsweise die Wärmedämmung von Fassaden und Dachflächen sowie die Erneuerung oder Modernisierung der Heizungsanlage. Gefördert werden zudem Baunebenkosten, Wiederherstellungskosten und Beratungs- und Planungskosten.

Beim Programm 151 handelt es sich um einen besonders zinsgünstigen Kredit. Der effektive Jahreszins des Annuitätendarlehens liegt bei gerade mal 0.75 Prozent und ist damit deutlich günstiger als ein normaler Bankkredit. Darüber hinaus gibt es eine tilgungsfreie Anlaufzeit von bis zu 5 Jahren und eine Zinsbindungsfrist über 10 Jahre. Die Laufzeit des Kredites kann zwischen 4 und 30 Jahren gewählt werden. Wenn Sie für Ihr Gebäude den KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben, können Sie zusätzlich noch einen Tilgungszuschuss bekommen. Dabei gilt: Je besser der Standard, desto höher der Zuschuss, durch den sich dann sowohl die Darlehenssumme als auch die Laufzeit verringern. Ein Beispiel: Eigentümer, die ihre Wohnimmobilie erfolgreich zum KfW-Effizienzhaus 55 sanieren, erhalten einen Zuschuss über 27,5 Prozent der Darlehenssumme bei maximal 27.500 Euro je Wohneinheit.

Programm 167: Ergänzungskredit für energieeffizientes Sanieren

Programm 167 richtet sich speziell an die Sanierung bzw. Modernisierung von Heizungsanlagen. Wichtig ist, dass die neue Heizung auf Basis von erneuerbaren Energien Wärme erzeugt und die bestehende Anlage vor dem 1. Januar 2009 installiert wurde. Im Bereich der Heiztechnik lässt sich besonders viel Energie einsparen. Grundsätzlich gilt: Je älter die bestehende Heizung, desto größer das Sparpotenzial.

Gerade in Deutschland sind in großer Zahl veraltete Heizanlagen in Betrieb, da viele Eigentümer vor den hohen Investitionskosten zurückschrecken. Das Programm 167 bietet ihnen einen Kredit über bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit zu einer vergleichsweise günstigen Verzinsung. Aktuell liegt dieser Zinssatz bei 1,46 Prozent. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Der gleiche Zeitraum gilt auch für die Zinsfestschreibung, was Kreditnehmern mehr Sicherheit bei der langfristigen Budgetplanung bietet.

Zu den geförderten Einzelmaßnahmen gehören Solarthermieanlagen bis 40 m² Bruttokollektorfläche, Biomasseanlagen (z. B. in Form von Blockheizkraftwerken bzw. Mini-BHKWs) mit 5 kW bis maximal 100 kW Nennwärmeleistung und Wärmepumpen bis zu einer Nennwärmeleistung von 100 kW. Des Weiteren werden auch kombinierte Heizungsanlagen gefördert, die sowohl auf Basis fossiler als auch erneuerbarer Energien arbeiten.

Programm 430: Investitionszuschuss

Statt eines Kredites kann auch ein Investitionszuschuss von bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit beantragt werden. Das Förderspektrum erstreckt sich über die Maßnahmen der beiden vorangegangenen Programme.