Stromverbrauch Aquarium

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Fische sind beliebte Haustiere, ein Aquarium schön anzusehen. Doch im Gegensatz zu Hund und Katz‘ kostet das Halten von Fischen einiges an Strom. Heizung, Beleuchtung und Filter treiben den Stromverbrauch vom Aquarium.

Zusammensetzung des Stromverbrauchs von Aquarien

Im Allgemeinen setzt sich der Stromverbrauch von Aquarien aus den drei Bestandteilen Heizung, Beleuchtung und pumpenbetriebenem Filter zusammen. Auf die Heizung entfällt dabei mit rund 60% der weitaus größte Anteil. Für etwa ein Drittel des Stromverbrauchs ist die Beleuchtung verantwortlich. Einen nur kleinen Teil macht die Filterpumpe aus.
 

 
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.

Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch vom Aquarium

Wie hoch der Stromverbrauch vom Aquarium genau ist, hängt vor allem von der Größe ab. Denn je größer das Aquarium, desto größer muss die Lampe sein, desto mehr Wasser muss die Pumpe umwälzen und desto mehr Wasser muss auch von der Heizung erwärmt werden. Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor auf den Stromverbrauch vom Aquarium, insbesondere der Heizung, ist darüber hinaus die Wassertemperatur. Denn je wärmer das Wasser aufgeheizt werden muss, desto mehr Strom verbraucht die Aquarienheizung natürlich. Auf die Wassertemperatur wiederum hat zum einen der Wärmeanspruch der Fische, zum anderen aber auch die Umgebungstemperatur Einfluss. Je wärmere Temperaturen die Fische benötigen und/oder je kälter die Umgebung, desto mehr muss die Heizung leisten und desto höher der Stromverbrauch vom Aquarium.

Stromverbrauch vom Aquarium senken

Um den Stromverbrauch des Aquariums zu senken, gibt es mehrere Möglichkeiten, angefangen schon bei der Planung des Aquariums in puncto Größe und Wassertemperatur. Weitere Stromsparmaßnahmen lassen sich sowohl bei der Neueinrichtung als auch beim bereits vorhandenen Aquarium umsetzen.

Stromsparsames Aquarium planen

Wie o.g. wirkt sich die Größe des Aquariums sehr auf den Stromverbrauch aus. Bereits vor der Anschaffung gilt es also zu überlegen, ob nicht vielleicht auch ein kleineres Aquarium ausreicht. Für die Größe wiederum sowie für die erforderliche Wassertemperatur spielt die Anzahl und Art der Aquarienbewohner eine wesentliche Rolle, denn danach richtet sich, wie viel Platz und Wärme sie brauchen. Die richtige Aquariengröße sollte gemäß der Faustregel „1 cm Fisch pro Liter Wasser“ gewählt oder andersherum die Anzahl der Fische für ein kleines, stromsparsames Aquarium entsprechend klein gehalten werden. Soll zum Strom sparen beim Aquarium darüber hinaus die Wassertemperatur gering sein, sollte man sich für z.B. einheimische Fische entscheiden, für die  etwa 15 bis 20°C ausreichen, wohingegen sich Tropenfische wie z.B. Guppys erst bei 24 bis 26°C wohlfühlen und stark wärmeliebende Arten wie z.B. Diskusfische gar über 28°C brauchen.

Weitere Stromsparmaßnahmen beim Aquarium

Das Wichtigste, um den Stromverbrauch vom Aquarium zu senken, ist es, Wärmeverluste zu minimieren, denn wie o.g. ist die Aquarienheizung der mit Abstand größte Treiber. Dafür könnte z.B. der Standort des Aquariums verändert und es in eine wärmere Umgebung gestellt werden. Außerdem sollte das Aquarium immer eine Abdeckung haben. Von unten kann es durch eine isolierende Unterlage und ggf. auch von hinten und den Seiten mit Isoliermaterial wie z.B. Styropor gegen Wärmeverluste geschützt werden.

Der Stromverbrauch der Beleuchtung im Aquarium lässt sich durch den Einsatz von Reflektoren, den Austausch von T8- gegen T5-Leuchtstoffröhren (10.000 (T8) oder 20.000 (T5) Betriebsstunden) und/oder den Wechsel von herkömmlichen zu elektronischen Vorschaltgeräten gesenkt werden. Auch ein Umstieg auf LED-Lampen kann in Frage kommen, jedoch sind hierbei das notwendige Lichtspektrum und eine ausreichende Helligkeit von mindestens 30 Lumen pro Liter Wasser zu beachten. Zuletzt kann die Dauer der Beleuchtung reduziert werden, schon ein paar Minuten späteres Anschalten und früheres Ausschalten spart Strom und lässt sich besonders einfach mit Zeitschaltuhr realisieren.

An der Filterpumpe lässt sich der Stromverbrauch vom Aquarium kaum senken. Der Anteil ist ohnehin vernachlässigbar gering, daneben aber sollte der Filter niemals für längere Zeit, z.B. über Nacht, abgestellt werden. Auch eine Reduzierung der Pumpenleistung über den Durchflussregler bringt keine Stromersparnis. Als einzige kleine Stromsparmaßnahme kommt hier in Frage, bereits beim Kauf auf eine möglichst geringe Leistungsaufnahme in Watt zu achten.

Stromverbrauch vom Aquarium messen

Wenn Sie herauszufinden möchten, wie viel Strom Ihr Aquarium oder die einzelnen Komponenten tatsächlich verbrauchen, sollten Sie hier einmal das Strommessgerät anschließen. Die Messung der Heizung sollte über eine Dauer von 24 Stunden erfolgen, für Beleuchtung und Pumpe genügt es, die Leistungsaufnahme in Watt zu messen. Anhand Ihrer Messwerte können Sie dann die vielversprechendsten Stromsparpotenziale erkennen und o.g. Maßnahmen ergreifen, um den Stromverbrauch vom Aquarium zu senken.

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